Infektiologie Sprechstunde

Infektionserkrankungen spielen in der Kleintiermedizin leider wieder eine zunehmende Rolle. Durch zuverlässiges Impfen konnten zwar Erkrankungen wie zum Beispiel die Staupe und die canine infektiöse Hepatitis gut in den Griff bekommen werden, andere sind dafür aber wieder auf dem Vormarsch. Durch zum Beispiel den unkontrollierten Handel mit Hundewelpen unklarer Herkunft oder den Import von Hunden mit unklarem Gesundheitsstaus aus dem südlichen Ausland steigt auch das Risiko von Infektionserkrankungen in unserem Umfeld. Parvovirose, eine schwere virale Durchfallerkrankung, stellt uns immer wieder vor eine Herausforderung und auch die Behandlung der von Sandmücken übertragbaren Leishmaniose gestaltet sich oft schwierig. Aber auch vor unserer Haustür lauert Gefahr! Hunde können sich zum Beispiel beim Trinken aus Pfützen mit gefährlichen Leptospiren anstecken, die bis zum Organversagen führen können. Auch Flöhe und Zecken können Infektionserreger wie zum Beispiel die Hämobartonellen übertragen. Wir bieten spezielle Behandlungsprogramme und auch die stationäre Behandlung schwer erkrankter Patienten in unserer Praxis an.


  

Parvovirose

Was ist Parvoirose

Parvovirose ist eine hochansteckende und lebensbedrohliche Infektionserkrankung, die sowohl Hunde als auch Katzen betreffen kann. Durch die Virusvermehrung im Darm kommt es zu starken übelriechenden Durchfällen, die schnell zu massiven Flüssigkeitsverlusten führen können. Außerdem zeigen die Patienten häufig Erbrechen und sind sehr matt. In der Regel erkranken Welpen, immunschwache oder ungeimpfte Tiere. Die Behandlung erfolgt nach der Schwere der Symptome, die meisten Patienten müssen mehrere Tage zur Infusionstherapie stationär aufgenommen werden.

Symptome

übelriechende Durchfälle usw.

Leptospirose

Was ist Lepospirose

Leptospirose ist eine sehr gefährliche Erkrankung mit vielen Facetten. Leptospiren werden von Wildtieren ausgeschieden, deswegen herrscht besonders in Waldgebieten und auf Feldern und Wiesen Ansteckungsgefahr. Häufig infizieren sich Hunde durch Trinken aus Pfützen. Die Symptome einer Leptospirose sind sehr vielfältig und reichen von Fieber über Erbrechen bis hin zu Nierenversagen und Lungenblutungen. Da die Gefahr eines Multiorganversagens groß ist, werden betroffene Hunde meist stationär behandelt.

 

Leishmaniose- ein Mitbringsel aus dem Süden

Was ist Leishmaniose

Die Leishmaniose ist eine Infektionserkrankung, die von Sandmücken übertragen wird. Sandmücken sind in unseren Breitengraden nicht endemisch, kommen aber im südlichen Ausland vor. Hunde können sich also bei Reisen anstecken. Dies sollte bei der Urlaubsplanung mit Hund bedacht und eine entsprechende Parasitenprophylaxe vorgenommen werden. Die Leishmaniose kann eine sehr lange Inkubationszeit aufweisen und sich erst nach Jahren zeigen. Meistens zeigen die Hunde Hautsymptome, können aber auch akut erkranken. Die Leishmaniose muss in der Regel über einen längeren Zeitraum behandelt werden, bei manchen Hunden sogar ihr Leben lang. Die meisten Hunde haben aber trotz der Erkrankung eine sehr gute Lebensqualität.

Flöhe als Überträger von Hämobartonellen - bei der Katze

Was sind Hämobartonellen

Eine zuverlässige Parasitenprophylaxe ist bei Freigängerkatzen besonders wichtig. Flöhe können Hämobartonellen übertragen, Erreger, die zu einer Blutarmut bei Katzen führen. Typische Symptome sind Fieber und Apathie. Eine Gelbsucht kann auch auftreten. Je nach Schwere der Blutarmut, sind ggf. Bluttransfusionen notwendig und die betroffenen Katzen zu retten.

Informationen

Hausvaterweg 39
10:00 - 20:00
11:00 - 17:00
030 / 93 66 22 00

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Das Wohl unserer Patienten steht bei uns an erster Stelle. Wir bieten die haustierärztliche Versorgung und sind Ihr Ansprechpartner in speziellen Fragestellungen.